Aktien von Heidelberger Druckmaschinen auf Talfahrt

Von Reuters News

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:


12.40 Uhr - Anleger haben angesichts eines trüben Ausblicks die Aktien von Heidelberger DruckmaschinenHDDG.DE aus den Depots geworfen. Die Aktien fielen am Donnerstag um bis zu 23,9 Prozent und steuerten auf ihren schwärzesten Börsentag jemals zu. Anschließend notierten sie noch 18 Prozent schwächer bei 1,10 Euro. Der Maschinenbauer hat wegen des schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds und hoher Kosten seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2026/2027 gesenkt.


11.18 Uhr - Trotz eines Milliardenverlust im Sommerquartals haben sich die Volkswagen-Aktien ins Plus vorgearbeitet. Die Papiere gewannen im Dax.GDAXI 2,5 Prozent nach einem Minus von zeitweise 2,8 Prozent in den ersten Handelsminuten. "Die Zahlen schocken keinen mehr wirklich", sagte ein Händler. Letztendlich hätte der Quartalsbericht nicht viel Neues enthalten nach der Gewinnwarnung im September. Damals hatte Europas größter Autobauer seine Prognose für das laufende Jahr gekappt. Am Donnerstag teilte Volkswagen mit, dass sich der operative Verlust im dritten Quartal auf 5,9 Milliarden Euro belaufe nach einem Verlust von 1,3 Milliarden Euro vor Jahresfrist.


11.02 Uhr - Der Dax.GDAXI ist wieder über die psychologisch wichtige 26.000-Punkte-Marke gestiegen. Am späten Vormittag gewann er bis zu 1,2 Prozent auf 26.004 Zähler und lag damit so hoch wie seit Anfang September nicht mehr. Eine Reihe positiv aufgenommener Bilanzen trieb den Leitindex vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank am frühen Nachmittag nach oben.


10.39 Uhr - Die Aktien des Lasersystem-Herstellers LPKFLPKG.DE sind nach der Veröffentlichung der Neun-Monats-Zahlen auf den tiefsten Stand seit Mitte April gefallen. Die Aktien rutschten im SDAX.SDAXI um 10,7 Prozent auf 10,40 Euro ab. Der Umsatz sank in den ersten neun Monaten aufgrund eines schwachen Solargeschäfts im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge lag nun bei minus 14,7 Prozent nach minus einem Prozent im Vorjahr. Schon Ende September hatte LPKF mitgeteilt, 2026 einen noch stärkeren Umsatzrückgang auf 93 bis 100 (2025: 115,3) Millionen Euro zu erwarten. Zuvor hatte der Vorstand mit 105 bis 120 Millionen Euro gerechnet.


10.22 Uhr - Die Aktien des Chipanlagenbauers AixtronAIXGn.DE haben sich mit einem Plus von mehr als acht Prozent an die MDax.MDAXI-Spitze gesetzt. Das Unternehmen bestätigte seine schon Mitte Oktober veröffentlichten Ergebnisse vom dritten Quartal und signalisierte, dass die starke Auftragslage anhalten werde. Der Auftragseingang von Aixtron kletterte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 122 Prozent auf 275 Millionen Euro.


09.58 Uhr - Ein Quartalsergebnis unter Markterwartungen hat Knorr-BremseKBX.DE belastet. Die Aktien des Zug- und Lkw-Bremsenherstellers fielen in der Spitze um mehr als sieben Prozent und bildeten damit das Schlusslicht im MDax.MDAXI. Das Ebit fiel im dritten Quartal zwar um 19 Prozent höher aus als vor Jahresfrist, Analysten hatten aber etwas mehr erwartet. Das galt auch für den Umsatz, der um neun Prozent auf 2,05 Milliarden Euro stieg. Die Zahlen seien enttäuschend, sagte ein Händler.


07.21 Uhr - Neue Friedenshoffnungen im Iran-Konflikt machen Öl am Donnerstag billiger. Die Preise für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI geben in der Spitze um rund eineinhalb Prozent auf 113,58 und 101,02 Dollar je Fass nach. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" hat US-Vizepräsident JD Vance einen Brief an den Chef des iranischen Sicherheitsrates, Mohsen Rezaei, geschickt, um die Friedensverhandlungen wiederzubeleben. Am Mittwoch waren die Ölpreise angezogen, nachdem ein Angriff der Huthi auf die größte saudische Ölraffinerie Ras Tanura neue Sorgen vor Versorgungsrisiken geschürt hatte. In den vergangenen Wochen haben die mit dem Iran verbündeten Huthi-Kräfte im Jemen wiederholt Angriffe auf Saudi-Arabien gestartet und damit eine neue Front in dem seit Ende Februar andauernden Iran-Krieg eröffnet.

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