3M baut mit Partnerschaft Amazon aus - Aktie legt zu

Von Reuters News

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:


13.00 Uhr - Die Erweiterung einer Partnerschaft mit Amazon und eine angehobene Gewinnprognose geben den Aktien des US-Mischkonzerns 3MMMM.N Rückenwind. Die Papiere des Herstellers von Klebeband, Post-it-Notizzetteln und Elektrowerkzeugen legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um fast vier Prozent zu. 3M baut nach eigenen Angaben seine Zusammenarbeit mit dem Online-Händler AmazonAMZN.O aus. In diesem Zuge erhält eine Amazon-Tochter das Recht, über sieben Jahre hinweg bis zu 3,16 Millionen 3M-Aktien zu einem Preis von 164,89 Dollar je Stück zu erwerben. Die Option kann vollständig ausgeübt werden, wenn Amazon im Gegenzug Produkte von 3M, etwa für Rechenzentren, im Wert von sechs Milliarden Dollar kauft. Zudem hat 3M seine Prognose angehoben. Der Konzern rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 9,10 und 9,15 Dollar, nach zuvor 8,80 bis 8,95 Dollar. Als Gründe für seinen Optimismus nannte er den Erfolg von Kostensenkungen und Preiserhöhungen im abgelaufenen Quartal.


10.40 Uhr - Die Folgen des Iran-Kriegs machen dem belgischen Chemiekonzern SolvaySOLB.BR zu schaffen. Die Aktien verlieren in Brüssel rund 5,5 Prozent. Solvay rechnet nun für 2026 mit einem bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) zwischen 720 und 740 Millionen Euro, nachdem zuvor 770 bis 850 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden waren. Analysten hatten im Schnitt mit 775 Millionen Euro gerechnet. Als Grund nannte das Unternehmen die Auswirkungen des US-Iran-Kriegs und einen Produktionsstopp in Saudi-Arabien. Die Unruhen im Nahen Osten hätten das Ergebnis im dritten Quartal um rund 25 Millionen Euro geschmälert, teilte Solvay mit.


10.25 Uhr - Eine milliardenschwere Kapitalerhöhung beim französischen Elektrotechnikkonzern Schneider ElectricSCHN.PA hat die Anleger verunsichert. Die Aktien des SiemensSIEGn.DE-Rivalen verlieren an der Börse in Paris rund 3,5 Prozent. Schneider hatte über Nacht mit einer beschleunigten Platzierung bei institutionellen Anlegern sechs Milliarden Euro erlöst. Dabei wurden 25 Millionen neue Aktien zu je 240 Euro unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre ausgegeben. Der Preis lag damit rund fünf Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag. Mit dem Erlös will Schneider die geplante Übernahme des US-Softwareunternehmens PTCPTC.O teilweise finanzieren. Obwohl die Platzierung nach Angaben der begleitenden Banken mehrfach überzeichnet war, äußerten sich Analysten skeptisch. Es sei unklar, woher die in Aussicht gestellten Umsatzsynergien von 800 Millionen Euro kommen sollen, schrieben die Experten von Berenberg.

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