Zinssorgen nach erneutem Ölpreisanstieg drücken Gold

Von Reuters News

- Ein erneuter Anstieg beim Ölpreis und damit verbundene Inflationssorgen machen Gold zu schaffen. Eine Feinunze (Spot) des Edelmetalls verbilligt sich um knapp ein halbes Prozent auf 4125 Dollar. Der Preis für Nordsee-Rohöl der Sorte Brent steigt um bis zu 1,4 Prozent auf 111,05 Dollar je Fass (159 Liter) und baut damit sein Fünfmonatshoch aus. Händler verwiesen auf einen Risikoaufschlag wegen anhaltender geopolitischer Gefahren, nachdem die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen im Jemen zum Wochenstart Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien gemeldet hatten.

Bereits am Montag hatten die Ölpreise zugelegt. Höhere Energiepreise schüren die Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Zinsen zur Eindämmung der Inflation länger auf hohem Niveau belassen könnte. Obwohl Gold typischerweise als Inflationsschutz gilt, schmälern höhere Zinsen seine Attraktivität, da sie die Opportunitätskosten der Goldhaltung erhöhen.

Anleger blickten daher gespannt auf die Zinsentscheidung der Fed in der kommenden Woche. "Es wird am Markt zu starken Bewegungen kommen, egal was die Fed tut", sagte Analyst Kyle Rodda vom Broker Capital.com. Jüngste Äußerungen von Fed-Vertretern haben zwar die Erwartungen an eine Zinserhöhung auf der Sitzung am 27. und 28. Oktober gedämpft. Die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung im Dezember wird an den Terminmärkten jedoch weiterhin auf rund 90 Prozent geschätzt.

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