Trumps Deregulierung: Der Nutzen bleibt bislang aus

Von Reuters News

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TRUMPS DEREGULIERUNG: DER NUTZEN HAT SICH NOCH NICHT GEZEIGT

Präsident Donald Trumps Deregulierungsvorhaben hat zwar einige beeindruckende Zahlen hervorgebracht, doch die Vorteile für die amerikanische Wirtschaft sind noch nicht deutlich zu erkennen.

Der Jefferies-Stratege Aniket Shah sagt, die Regierung habe die Regulierungskosten um rund 1,6 Billionen Dollar gesenkt und dabei Vorschriften aus der Biden-Ära zurückgenommen, die Kosten in Höhe von 1,9 Billionen Dollar verursacht hatten.

Bislang sind die Compliance-Kosten jedoch nicht nennenswert gesunken. Die Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Kosten im Verhältnis zum Umsatz, die Jefferies als Indikator für die regulatorische Belastung heranzieht, blieben in den meisten Branchen bis zum dritten Quartal weitgehend unverändert oder stiegen sogar an.

Bei den Banken zeigt sich ein ähnliches Bild. Trotz Reformen der „Enhanced Supplementary Leverage Ratio“ (eSLR) haben fünf der acht globalen systemrelevanten Banken (G-SIBs) ihre Kapitalquoten erhöht, anstatt Kapital freizusetzen. Jefferies zufolge wird der eigentliche Test jedoch erst später kommen, wenn die Aufsichtsbehörden die noch ausstehenden Regeln zum Abschluss von Basel III und zu den G-SIB-Zuschlägen endgültig festlegen.

Der bislang greifbarste Vorteil zeigte sich bei den Transaktionen. Die Kartellbehörden haben im Februar 2025 die vorzeitige Beendigung von Fusionsprüfungen wieder eingeführt, und 265 Transaktionen erhielten im Jahr 2025 eine beschleunigte Genehmigung. Auch das Transaktionsvolumen ist gestiegen.

Was bedeutet das alles nun für Anleger?

Shah sagt, die Auswirkungen auf die Fundamentaldaten seien begrenzt gewesen, merkt jedoch an, dass die schnellere Genehmigung von Fusionen und Übernahmen „für Aktien geringfügig positiv ist, insbesondere für Investmentbanking-Titel“.

Er ist zudem der Ansicht, dass Finanzwerte und Versorger am meisten von den Vorhaben der SEC und der EPA profitieren dürften, „auch wenn diese Gewinne davon abhängen, dass die Vorschläge weitgehend in der vorliegenden Form verabschiedet werden“.

(Danilo Masoni)

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