Stiftung könnte sich auch von komplettem Evonik-Anteil trennen

Von Reuters News

- Die EvonikEVKn.DE-Großaktionärin, die Essener RAG-Stiftung, könnte ihren Anteil an dem Essener Spezialchemiekonzern komplett verkaufen. "Gemäß Stiftungssatzung ist eine Komplettveräußerung der Evonik möglich", teilte die Essener Stiftung am Mittwoch auf Anfrage mit. Sie hatte in der Vergangenheit erklärt, ihren Anteil auf eine Sperrminorität von 25,1 Prozent abschmelzen zu wollen. Dabei muss es für die Kohle-Stiftung bei dem Essener Konzern, der das Übernahmeinteresse des Konkurrenten BASFBASFn.DE geweckt hat, aber nicht bleiben. Mit Zustimmung des Kuratoriums der Stiftung sei auch ein Verkauf weiterer Anteile bis hin zu einer völligen Trennung möglich, hieß es weiter. Hierfür ist keine Satzungsänderung erforderlich.

Der Stiftung kommt bei einer möglichen Übernahme Evoniks angesichts ihrer Rolle als größte Aktionärin eine Schlüsselrolle zu - sie hält rund 43 Prozent der Anteile. Sie steht mit ihrem milliardenschweren Vermögen für die Folgekosten des deutschen Steinkohlebergbaus gerade. Das Kuratorium wird von Politikern und Gewerkschaftern geprägt. Vorsitzender ist der CDU-Politiker Armin Laschet. Auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, die saarländische Regierungschefin Anke Rehlinger, Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis gehören dem Gremium unter anderem an.

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