Starke Nachfrage treibt US-Kreuzfahrtanbieter Carnival

Von Reuters News

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:


18.50 Uhr - Eine angehobene Jahresprognose hat dem US-Kreuzfahrtanbieter CarnivalCCL.N einen Kurssprung beschert. Die Aktien des Unternehmens aus Miami steigen um mehr als zwölf Prozent und steuern damit auf den größten Gewinn seit 1,5 Jahren zu. Die Titel der Konkurrenten Norwegian Cruise LineNCLH.N und Royal Caribbean CruisesRCL.N legen in Carnivals Kielwasser um rund vier und sechs Prozent zu. Kreuzfahrtanbieter profitieren derzeit davon, dass wohlhabende Reisende trotz der unsicheren Wirtschaftslage weiterhin auf Erlebnisse wie Seereisen setzen. Carnival rechnet nach einem überraschend starken dritten Quartal mit einem bereinigten Gewinn von 2,24 Dollar pro Aktie für das Gesamtjahr. Zuvor hatte der Konzern einen Gewinn von rund 2,22 Dollar in Aussicht gestellt.


18.40 Uhr - Ein Medienbericht über den rasanten Geschäftserfolg des ChatGPT-Entwicklers OpenAI gibt OracleORCL.N Auftrieb. Die Papiere des wichtigsten Anbieters von Recheninfrastruktur für OpenAI legen um mehr als fünf Prozent zu. Der jährlich wiederkehrende Umsatz von OpenAI nähere sich der Marke von 70 Milliarden Dollar, berichtete das Nachrichtenportal Axios. Die Erlöse im Geschäft mit Unternehmenskunden hätten sich seit Juli mehr als verdoppelt. Im Privatkundengeschäft habe der Konzern im dritten Quartal sogar mehr erzielt als im gesamten Jahr 2025.


14.55 Uhr - Anzeichen einer Erholung der Exporte aus dem Nahen Osten haben die Ölpreise ins Minus gedrückt. Rohöl der Nordsee-Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verbilligen sich um jeweils rund zwei Prozent auf 103,48 und 90,66 Dollar je Fass (159 Liter). Zuvor hatten sie angesichts der anhaltenden Spannungen im Iran-Krieg um jeweils bis zu rund 2,5 Prozent angezogen. Händler und Schiffsdaten zufolge hat Saudi-Arabien die Ölverladungen von seinem Hafen Janbu am Roten Meer nach der Inbetriebnahme der Ost-West-Pipeline wieder aufgenommen. Zudem stiegen die Rohölexporte der großen Nahost-Produzenten im September auf 12,8 Millionen Barrel pro Tag und damit auf den höchsten Stand seit Februar, wie aus vorläufigen Daten des Anbieters Kpler hervorging. Tim Waterer, Chefanalyst bei KCM Trade, zeigte sich jedoch skeptisch. "Es zeichnet sich ein klareres Bild von höheren Ölexportmengen aus der Golfregion ab, aber ein Großteil dieses Anstiegs beruht weiterhin auf Umgehungslösungen wie Schiff-zu-Schiff-Umladungen", sagte der Experte. "Diese Methoden sind weniger effizient und kostspieliger als der Normalbetrieb, weshalb die Rohölpreise hoch bleiben."


10.28 Uhr - Wegen des unerwartet starken Wachstums im Geschäft mit Rechenzentren schraubt LegrandLEGD.PA seine Mittelfristziele nach oben. Anleger zeigen sich hocherfreut und treiben die Titel des französischen Elektrotechnik-Konzerns um sieben Prozent nach oben. Das Unternehmen erwartet nun für die Jahre 2027 bis 2030 ein jährliches organisches Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent, statt der zuvor angepeilten drei bis fünf Prozent. Zudem soll die bereinigte operative Marge zwischen 21 und 22 Prozent liegen, nach bisher rund 20 Prozent. Die Anhebung der Ziele werde gut aufgenommen, da das Management üblicherweise eher konservativ plane, kommentierten Analysten von Jefferies.


08.35 Uhr - Anhaltende Sorgen über Lieferengpässe im Nahen Osten lassen die Ölpreise weiter steigen. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um bis zu 2,5 Prozent auf 107,87 Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl WTI zieht ebenfalls mehr als zwei Prozent auf bis zu 94,74 Dollar je Barrel an. Händlern zufolge überwiegen die Sorgen über eine Unterbrechung der Lieferungen aus dem Nahen Osten die Anzeichen für eine Erholung der Rohölexporte aus der Region. "Ein klareres Bild von höheren Ölexportmengen, die den Golf verlassen, zeichnet sich ab, aber ein Großteil dieses Anstiegs beruht immer noch auf Notlösungen wie Umladungen von Schiff zu Schiff", sagte der Analyst Tim Waterer von KCM Trade. Diese Methoden seien weniger effizient und kostspieliger als der normale Betrieb.


07.32 Uhr - Eine Herabstufung setzt Fresenius Medical CareFMEG.DE zu. Die Aktien des Dialysekonzerns geben im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um 2,8 Prozent nach, nachdem die Analysten von Berenberg die Titel auf "Hold" von zuvor "Buy" gestuft und das Kursziel auf 42 von zuvor 60 Euro gesenkt haben.

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