Siemens nach "solidem" Quartal zuversichtlich für Ziele

Von Reuters News

- Der Münchner Technologiekonzern SiemensSIEGn.DE sieht sich angesichts eines leichten konjunkturellen Rückenwindes auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Der Geschäftsverlauf im vierten Quartal sei "bisher solide", sagte die neue Siemens-Finanzvorständin Veronika Bienert der "Börsen-Zeitung" in einem am Dienstag veröffentlichten Interview. "Ich bin zuversichtlich, dass wir unsere Ziele erreichen werden, so wie wir sie dem Kapitalmarkt avisiert haben." Siemens hatte im Sommer für das am Mittwoch endende Geschäftsjahr 2025/26 einen Gewinn je Aktie von 11,20 bis 11,50 Euro in Aussicht gestellt. Der Umsatz soll vergleichbar gerechnet um sieben bis acht Prozent zulegen. "Es gibt, soweit wir das bisher überblicken, keine Überraschungen", sagte Bienert.

"Wir sehen eine leichte Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, in denen wir agieren", sagte die seit dem Frühjahr amtierende Finanzchefin. Branchen wie Halbleiter, Luftfahrt oder Verteidigung zeigten ein überproportionales Wachstum. Zwar sei die Nachfrage aus der Automobilindustrie gedämpft, und es gebe eine Investitionszurückhaltung in energieintensiven Branchen wie der Chemie. "Aber insgesamt geht es eher aufwärts."

In China gewinne das Geschäft mit der Automatisierung, das vorübergehend geschwächelt hatte, wieder an Schwung, sagte Bienert. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass Siemens in China Marktanteile verliere. Das Softwaregeschäft der Automatisierungs-Sparte Digital Industries profitiere von der Eingliederung der beiden Milliarden-Zukäufe in den USA, Altair und Dotmatics, und vom höheren Anteil des Abonnement-Geschäfts mit Software.

Laut Bienert dürfen die Siemens-Aktionäre darauf hoffen, bis Mai 2027 Aktien der bisherigen Medizintechnik-Tochter Siemens HealthineersSHLG.DE in die Depots gebucht zu bekommen. Die beiden Hauptversammlungen sollen im Februar nächsten Jahres über die Abspaltung entscheiden. "Danach könnte die Transaktion bis Mai 2027 vollzogen sein, soweit keine Anfechtungsklagen erhoben werden", sagte Bienert. Siemens hatte angekündigt, rund 30 Prozent der Siemens-Healthineers-Aktien an die eigenen Aktionäre zu übertragen und damit die Mehrheit an der Erlanger Tochter abzugeben. Bisher hält Siemens 67 Prozent. Rechnerisch würde damit jeder Siemens-Anteilseigner 2,311 Healthineers-Aktien bekommen. Bienert sagte aber, man werde auf ein "gut nachvollziehbares" Verhältnis achten.

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