Sensodyne-Hersteller Haleon kappt Umsatzprognose - Aktie bricht ein
Frankfurt, 29. Okt (Reuters) - Ein schwaches Geschäft mit Erkältungsmitteln hat den britischen Konsumgüterkonzern HaleonHLN.L zur Senkung seiner Umsatzprognose gezwungen. Die Aktien des Herstellers von Sensodyne-Zahnpasta und Voltaren-Schmerzgel brachen am Donnerstag um fast zwölf Prozent ein. Für 2026 erwartet das Unternehmen nur noch ein organisches Umsatzwachstum von rund 2,5 Prozent. Zuvor hatte Haleon ein Plus von drei bis fünf Prozent in Aussicht gestellt. Analysten hatten im Schnitt 3,2 Prozent erwartet. Den Ausblick für den bereinigten Betriebsgewinn, der währungsbereinigt im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen soll, behielt der Konzern bei. Gleichzeitig kündigte Haleon ein weiteres Aktienrückkaufprogramm von 500 Millionen Pfund an.
Im abgelaufenen dritten Quartal verfehlte der Konzern mit einem organischen Plus von 2,6 Prozent auf 2,87 Milliarden Pfund die Markterwartungen. Hauptgrund für die schwächere Entwicklung war eine milde Erkältungssaison im wichtigsten Markt Nordamerika mit entsprechend geringeren Bestellungen. In China belastete zudem eine geänderte Rohstoffklassifizierung den Verkauf der rezeptfreien Centrum-Multivitamine. Haleon musste die Einfuhr dieser Produkte bis auf Weiteres stoppen. Darüber hinaus rechnet das Unternehmen im vierten Quartal mit Umsatzeinbußen von 15 bis 20 Millionen Pfund. Grund dafür ist die beschleunigte Einführung eines neuen Vertriebsmodells in Brasilien wegen eines dortigen neuen Steuersystems.
Ein Lichtblick war dagegen das Geschäft mit Mundpflegeprodukten. Dieses legte dank einer starken Nachfrage nach Marken wie Sensodyne und Parodontax um 8,8 Prozent zu. Zudem wuchsen die Umsätze in den Schwellenländern um 5,1 Prozent.