Schlichtung von Lufthansa und VC endet ohne bindendes Ergebnis
Frankfurt, 22. Okt (Reuters) - Die nach kostspieligen Streiks eingeleitete Schlichtung im Tarifstreit der LufthansaLHAG.DE mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ist ohne einen bindenden Schlichterspruch beendet worden. Das geht aus einer Mitarbeiterinformation der Lufthansa hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlag. Das Verfahren hatte Ende August begonnen mit den ehemaligen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow aufseiten der Gewerkschaft und Roland Koch für das Unternehmen. "Die beiden anerkannten Schlichter Bodo Ramelow und Roland Koch haben keinen Schlichterspruch ausgesprochen, uns aber ihre Empfehlungen für weitere Gespräche - auch in der Mediation - mitgegeben", hieß es. Sie hätten sich für die Möglichkeit ausgesprochen, später erneut in die Gespräche eingebunden zu werden.
In der Schlichtung sollten Lösungen gefunden werden zur betrieblichen Altersversorgung und für die anstehende Verhandlung über höhere Gehälter für die rund 5000 Piloten der Kernmarke Lufthansa und der Frachttochter Lufthansa Cargo. Im Streit über höhere Beiträge des Unternehmens zu den Betriebsrenten hatten die Piloten mehrmals gestreikt. Die Lufthansa dringt auch an anderer Stelle auf Einsparungen, um die kaum profitable Kernmarke zu sanieren. Aus Sicht der Lufthansa sind die Gespräche nicht erneut gescheitert: "Wir werden uns weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, gemeinsam mit der VC Lösungen zu finden, die Lufthansa Classik wirtschaftlich stärken und Ihnen langfristig verlässliche berufliche Perspektiven bieten." Die VC war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.