Produktionsprobleme bei Lysol belasten Reckitt - Prognose gesenkt
London, 27. Okt (Reuters) - Der britische Konsumgüterkonzern Reckitt hat wegen Produktionsproblemen in den USA und eines schwächeren Geschäfts in China seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Wie der Hersteller von Marken wie Sagrotan, Durex und Finish am Dienstag mitteilte, rechnet er nun für sein Kerngeschäft auf vergleichbarer Basis mit einem Wachstum von 3,5 bis 4,5 Prozent statt bis zu fünf Prozent. Die Aktie des Unternehmens gab im frühen Handel nach.
Im dritten Quartal sei der Umsatz auf vergleichbarer Basis im Kerngeschäft um 3,3 Prozent gewachsen. Während das Geschäft in den Schwellenländern kräftig zugelegt habe und Europa auf den Wachstumspfad zurückgekehrt sei, habe die Entwicklung in Nordamerika enttäuscht. Dort hätten vorübergehende Fertigungsengpässe bei der Desinfektionsmittel-Marke Lysol das Geschäft belastet, obwohl die Nachfrage nach den Produkten stark geblieben sei. Zudem habe das Geschäft mit Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln in China nachgelassen. Für das Schlussquartal rechne das Unternehmen aber mit einer positiven Nachfrage nach seinen rezeptfreien Erkältungsmitteln.
"Wir haben unsere Umsatzprognose für das Kerngeschäft angepasst", sagte Konzernchef Kris Licht. "Dies spiegelt die Störungen bei Lysol und die Verlangsamung in China wider." Man sei dabei, die Fertigungsprobleme zu beheben, und erwarte sowohl für die Marke Lysol als auch für Nordamerika eine Erholung im vierten Quartal. Das Unternehmen komme mit gutem Schwung in das Schlussquartal und investiere weiter in seine Marken und Fähigkeiten.