Philips: Vorläufige Einigung mit USA zu Schlafapnoe-Geräten

Von Reuters News

- Der niederländische Medizintechnik-Konzern PhilipsPHG.AS ist bei der Beilegung des Skandals um gesundheitsschädliche Atemtherapie-Geräte zur Behandlung von Schlafapnoe nach eigenen Angaben einen Schritt weiter. Die Tochter Respironics habe sich mit dem US-Justizministerium grundsätzlich geeinigt, dessen Untersuchung zu den Schlafmasken zu beenden, teilte Philips am Dienstag mit. Philips stellte für die damit verbundenen Strafzahlungen im dritten Quartal 288 Millionen Euro zurück. Das Geld soll im ersten Quartal 2027 fließen. Philips äußerte sich nicht dazu, ob mit der Einigung ein Schuldeingeständnis verbunden sei. "Wir können derzeit noch keine qualitativen Einzelheiten nennen", sagte Vorstandschef Roy Jakobs.

Das Unternehmen hatte Millionen Schlafmasken vor fünf Jahren zurückgerufen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass der darin zur Schalldämpfung enthaltene Schaum sich mit der Zeit auflösen und Giftstoffe abgeben könnte. Mit den Beatmungsgeräten sollen Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe) vermieden werden. Erst vor kurzem hatte Philips in den Niederlanden einen Prozess gewonnen, in dem Aktionäre dem Unternehmen irreführende Informationen und Managementfehler vorgeworfen hatten. Die Untersuchungen der Generalstaatsanwälte in einzelnen US-Bundesstaaten dauerten an, sagte Jakobs.

Aus den am Dienstag bestätigten Prognosen für das laufende Jahr hat Philips die Folgen der Schlafmasken-Affäre ausgeklammert. Im dritten Quartal stieg das operative Ergebnis (Ebitda) um sieben Prozent auf 569 Millionen Euro, das war mehr als von Analysten erwartet. Verbesserte Margen und Fortschritte bei der Produktivität hätten Kostensteigerungen wettgemacht, erklärte Philips. Die Umsätze erhöhten sich auf vergleichbarer Basis um drei Prozent auf 4,39 Milliarden Euro, blieben damit aber knapp hinter den Expertenprognosen zurück.

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