Ökonomen zum unveränderten EZB-Leitzins von 2,50 Prozent

Von Reuters News

- Trotz hartnäckig hoher Inflation legt die Europäische Zentralbank eine Pause beim Leitzins ein. Die Notenbanker um EZB-Chefin Christine Lagarde beließen den zum Steuern der Geldpolitik maßgeblichen Einlagensatz am Donnerstag bei 2,50 Prozent. Wenige Stunden zuvor hatte die EZB den vorzeitigen Rückzug Lagardes für Februar 2027 bekanntgegeben und damit monatelange Personalspekulationen beendet.

Analysten und Finanzexperten sagten dazu in ersten Reaktionen:


JÖRG KRÄMER, CHEFÖKONOM COMMERZBANK:

"Dass die EZB ihre Leitzinsen heute nicht erhöht, war klar. Aber hoffentlich lässt sie sich auf der nächsten Sitzung im Dezember von Frankreichs Haushaltskrise nicht von einem Zinsschritt abbringen. Denn die höheren Energiepreise dürften bald beginnen, auf die Preise anderer Güter und Dienstleistungen durchzuschlagen. Außerdem sind die langfristigen Inflationserwartungen der Bürger bereits gestiegen. Ohne eine weitere Straffung der Geldpolitik dürfte sich die Inflation auf dem erhöhten Niveau festsetzen und mittelfristig nicht zum EZB-Ziel von zwei Prozent zurückkehren. Die EZB kann sich in Sachen Inflationsbekämpfung noch nicht zurücklehnen."

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