Nato-Chef Rutte: Ruhig bleiben und Ukraine weiter unterstützen

Von Reuters News

- Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.


14.42 Uhr - Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat angesichts russischer Provokationen zu Gelassenheit und einer fortgesetzten Unterstützung der Ukraine aufgerufen. "Bleiben Sie ruhig, machen Sie weiter und unterstützen Sie die Ukraine weiterhin", sagt Rutte bei einem Besuch in Münster. Russland teste die Nato in ganz Europa mit Luftraumverletzungen, Sabotage und hybriden Angriffen. "Wir sehen zwar keinen unmittelbaren militärischen Angriff auf die Nato, aber wir müssen darauf vorbereitet sein, dass Russlands Kampagne feindseliger Aktionen gegen die Verbündeten andauern wird", erklärt der Nato-Chef. An die Adresse des russischen Präsidenten Wladimir Putin gerichtet, sagt Rutte: "Er scheitert auf dem Schlachtfeld, und er scheitert dabei, uns einzuschüchtern." Rutte nimmt in Münster für das Bündnis den Preis des Westfälischen Friedens entgegen. Die Laudatio hält Bundeskanzler Friedrich Merz.


12.00 Uhr - Ein russischer Drohnenangriff zwingt die Kiewer Stadtverwaltung dazu, den Straßen- und U-Bahn-Verkehr auf einer Brücke über den Dnipro einzustellen. Dies erklärt der Bürgermeister der Hauptstadt, Vitali Klitschko. Lokale Medien veröffentlichen Fotos, die Flammen nahe einem der Brückenpfeiler zeigen.


11.50 Uhr - Bei der Explosion einer ukrainischen Drohne in der Stadt Graiworon in der russischen Region Belgorod kommt ein Mann ums Leben. Dies teilen die örtlichen Behörden mit.


11.45 Uhr - Ein russisches Schreiben an die Nato, das im Fall einer Blockade Kaliningrads mit dem Einsatz von Atomwaffen droht, ist nach Darstellung des Kremls nicht als Konfrontation gedacht. Ziel Moskaus sei es, die Sicherheit der russischen Exklave an der Ostsee zu gewährleisten, erklärt der Kreml. In dem Dokument, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, wirft Moskau dem westlichen Militärbündnis einen "gefährlichen und unverantwortlichen Kurs" vor. Dieser berge die Gefahr eines direkten bewaffneten Konflikts.


10.05 Uhr - Estland hat den Transit von russischem und belarussischem Getreide durch sein Staatsgebiet verboten. Dies teilt Außenminister Margus Tsahkna auf der Online-Plattform X mit. Insidern zufolge nutzen russische Unternehmen inzwischen verstärkt Terminals in Ostsee- und Arktishäfen für den Getreideexport, die eigentlich für Düngemittel, Kohle und andere Güter ausgelegt sind. Hintergrund sind ukrainische Drohnenangriffe, die den Seetransport über das Schwarze Meer beeinträchtigt haben. Tsahkna erklärt, Estland werde Russland nicht dabei unterstützen, seinen Handel trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine aufrechtzuerhalten. Das baltische Land werde weder zur Finanzierung des russischen Krieges beitragen noch die Aggression der Führung in Moskau begünstigen. Belarus ist ein enger Verbündeter Russlands.


07.45 Uhr - Bei russischen Luftangriffen ist nach Angaben ukrainischer Behörden in der Nacht in Kiew und Odessa jeweils ein Mensch verletzt worden. In Odessa wurde zudem Infrastruktur beschädigt, wie der Leiter der Militärverwaltung der Region, Serhij Lyssak, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Einzelheiten nennt er nicht. Das russische Verteidigungsministerium erklärt auf Telegram, die Streitkräfte hätten bei ihren Angriffen ein Logistikzentrum in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, ein Rechenzentrum in Odessa sowie ein Frachtschiff im nahegelegenen Schwarzmeer-Hafen Tschornomorsk getroffen. Die Ziele seien militärisch genutzt worden.

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