Ministerium: Alle Förderzuschläge gingen an Gaskraftwerke
Berlin, 03. Nov (Reuters) - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat die erste Ausschreibung über Fördergelder für neue Kraftwerke als großen Erfolg bezeichnet. "Damit sichern wir den weiteren Ausbau der Erneuerbaren und den Kohleausstieg ab", erklärte die CDU-Politikerin am Dienstag. Alle Zuschläge gingen nach Angaben ihres Ministeriums an Gaskraftwerke. Batteriespeicher hätten sich im Wettbewerb nicht durchsetzen können. Der durchschnittliche Förderpreis lag deutlich unter dem in der Ausschreibung vorgegebenen Höchstwert. "Das ist auch für die Stromkunden wichtig, denn es senkt die Kosten für die Absicherung unserer Stromversorgung", erklärte Reiche.
Die neuen Kraftwerke sollen spätestens ab 2031 einspringen, wenn Wind und Sonne nicht genügend Strom liefern. Bei der ersten Ausschreibung setzten sich ausschließlich Erdgaskraftwerke durch. Nach Angaben des Ministeriums entfallen rund zwei Gigawatt auf moderne Gas- und Dampfturbinenkraftwerke und rund drei Gigawatt auf andere Technologien wie Gasturbinen und Gasmotoren. Darunter seien auch Projekte, bei denen bisherige Braunkohlekraftwerke durch Gasanlagen ersetzt werden sollen.
Batteriespeicher hatten sich ebenfalls beworben, erhielten aber keinen Zuschlag. Sie konnten sich nach Darstellung des Ministeriums im Preiswettbewerb nicht durchsetzen. Die Ausschreibung verlangte Anlagen, die mindestens zehn Stunden ununterbrochen Strom liefern können. Diese Vorgabe hatte Kritik ausgelöst, weil sie Batteriespeicher benachteiligen könnte.