Medienbericht über Bankensteuer belastet britische Geldhäuser

Von Reuters News

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:


10.20 Uhr - Ein Medienbericht über eine geplante Steuer für Banken in Großbritannien setzt die Aktien der Geldhäuser unter Druck. Die Zeitung "The Guardian" berichtete, Finanzminister John Healey plane die Abgabe, um die Haushaltspläne trotz Belastungen der öffentlichen Finanzen infolge des Iran-Krieges einzuhalten. Die Aktien von NatWestNWG.L und LloydsLLOY.L geben jeweils rund zwei Prozent nach. Sie gehören damit zu den größten Verlierern im Leitindex FTSE 100.FTSE, der 0,1 Prozent nachgibt. Die Papiere von BarclaysBARC.L verbilligen sich um 0,5 Prozent.


10.10 Uhr - Ein optimistischerer Ausblick auf 2026 treibt die Aktien des italienischen Luxusgüterkonzerns Brunello CucinelliBCU.MI an. Die Papiere legen um rund drei Prozent zu. Nach einem starken dritten Quartal hob der für seine Kaschmirwaren und Taschen bekannte Hersteller sein Umsatzziel auf ein Wachstum von rund zwölf Prozent von zuvor zehn bis elf Prozent an. Die Analysten von Jefferies erklärten, Cucinelli sei damit ein klarer Gewinner in einem Quartal, in dem die meisten Konkurrenten unter der Kaufzurückhaltung chinesischer Kunden litten. Für 2027 wird mit einem Umsatzplus von zehn Prozent gerechnet. Die Prognose biete ein im Luxussegment seltenes Maß an Planbarkeit, kommentierte RBC.


09.20 Uhr - Aktien des Biokraftstoffherstellers VerbioVBKG.DE geben nach einem positiven Analystenkommentar Gas. Die Papiere sind mit einem Plus von 8,4 Prozent größter Gewinner im SDax.SDAXI. Die Analysten von Jefferies stuften die Titel auf "Buy" von "Hold" hoch. Sie verwiesen zur Begründung auf die zunehmend attraktiven Ertragsaussichten, über den Erwartungen liegende Margen bei Biodiesel und eine steigende Nachfrage aufgrund strengerer deutscher Emissionsvorschriften. Zudem biete das Chemiegeschäft mittelfristig zusätzliches Potenzial.


09.10 Uhr - Die Zustimmung des Bundestages zu einer höheren Tabaksteuer in Deutschland setzt britische Tabakwerte unter Druck. Die Aktien von British American TobaccoBATS.L geben um 0,5 Prozent nach, die von Imperial BrandsIMB.L verlieren ein Prozent. Der Preis für eine Packung mit 20 Zigaretten soll damit 2027 im Schnitt auf 8,77 Euro steigen. Für 2028 sind dann 9,56 Euro geplant, 2029 schon 10,42 Euro, und 2030 sollen es 11,36 Euro sein.


08.20 Uhr - Anleger greifen nach ermutigenden Zahlen bei AixtronAIXGn.DE zu. Die Aktien gewinnen im Frankfurter Frühhandel rund zehn Prozent. Der Auftragseingang des Chipanlagenbauers lag im dritten Quartal deutlich über dem Analystenkonsens. Die Analysten von JPMorgan erklärten, die Aufträge seien durch eine starke Nachfrage im Optoelektronik-Geschäft gestützt worden.


07.50 Uhr - Die Börse in Jakarta.JKSE stürzt um elf Prozent ab, nachdem der Indexanbieter MSCI den Status Indonesiens als Schwellenland in Frage gestellt hat. Damit steuert der Index auf seinen stärksten Tagesverlust seit Januar 1998 zu. Zeitweise wurde der Handel angehalten. Ob ein Land als Schwellenland geführt wird, legt MSCI anhand von Kriterien wie Marktzugang, Liquidität und Regulierung fest. Die Auswirkungen auf die Investitionen könnten erheblich sein. "Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, würde Indonesien aus dem MSCI-Index Emerging Markets gestrichen, was passive Fonds, die diesen Referenzindex nachbilden, dazu zwingen würde, indonesische Aktien zu verkaufen", sagte Anlageexperte Tan Altundag von Pictet Asset Management. Auch aktive Fondsmanager könnten erwägen, ihr Engagement noch weiter zu reduzieren. "Indonesien wäre nicht mehr Teil ihres Anlageuniversums, was wahrscheinlich zu zusätzlichen Kapitalabflüssen führen und den Markt unter Druck setzen würde."


07.30 Uhr - Die Ölpreise geben leicht nach. Die Rohölsorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 0,5 Prozent auf 105,43 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl WTI notiert 0,6 Prozent schwächer bei 97,44 Dollar. Auf Wochensicht haben beide Terminkontrakte allerdings zugelegt, der Preis für WTI sogar um 5,8 Prozent. "Die Unsicherheit im Nahen Osten und die Sorge über die Verlässlichkeit der Öllieferungen durch die Straße von Hormus führen dazu, dass der Markt eine erhebliche Risikoprämie einpreist", schreiben die Analysten von ING. Es müsse eine Art Abkommen zwischen den USA und dem Iran geben, um das Vertrauen der Märkte zu stärken, dass höhere Ölexporte aus der Region anhielten.

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