Knorr-Bremse bleibt trotz enttäuschendem Quartal zuversichtlich
München, 28. Okt (Reuters) - Der Münchner Zug- und Lkw-Bremsenhersteller Knorr-BremseKBX.DE bleibt auch nach einem schwächer als erwartet ausgefallenen Quartal für 2026 zuversichtlich. Der Umsatz werde in diesem Jahr auf etwa 8,3 (2025: 7,8) Milliarden Euro steigen, der Mittelzufluss (Free Cash-flow) bei etwa 850 (790) Millionen Euro liegen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Das wäre jeweils das obere Ende der bisher genannten Spanne. Dabei erwarte Knorr-Bremse weiterhin eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 14,0 bis 14,5 Prozent. Nach den ersten neun Monaten steht eine Marge von 14,1 Prozent zu Buche. "Trotz aller Herausforderungen - Knorr-Bremse liefert", sagte Vorstandschef Marc Llistosella.
Das dritte Quartal sei mit einem operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 299 Millionen Euro immerhin das zweitbeste der 120-jährigen Firmengeschichte gewesen, sagte Finanzvorstand Frank Weber. Das Ebit fiel zwar um 19 Prozent höher aus als vor Jahresfrist, Analysten hatten aber etwas mehr erwartet. Das galt auch für den Umsatz, der um neun Prozent auf 2,05 Milliarden Euro stieg, die Finanzexperten waren im Schnitt aber von 2,09 Milliarden ausgegangen. Ein Teil der Differenz werde in den nächsten sechs Monaten noch ausgeglichen, erklärte Knorr-Bremse. Auf ein Projekt habe man aber angesichts schwacher Margen verzichtet.
Der Auftragseingang verbesserte sich um fünf Prozent auf 2,05 Milliarden Euro. Hinter den Erwartungen blieb von Juli bis September vor allem das Zugbremsen-Geschäft zurück, während die Nachfrage nach Lkw-Bremsen dank der Erholung in den USA, Kanada und Europa wuchs und sich Sparmaßnahmen in den Ergebnissen positiv niederschlugen.