Jemens Präsident kündigt Großoffensive gegen Huthi-Rebellen an
04. Okt (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um die Konflikte im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen:
14.40 Uhr - Der jemenitische Präsident Raschad al-Alimi kündigt den Beginn einer militärischen Großoffensive gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen an. Ziel des Einsatzes sei es, die von der Miliz kontrollierten Gebiete zurückzuerobern. "Heute verkünde ich den Beginn von Militäroperationen, um das restliche Territorium der Republik zurückzugewinnen und der staatlichen Autorität sowie den Institutionen auf dem gesamten Staatsgebiet wieder Geltung zu verschaffen", sagt Alimi in einer Fernsehansprache.
12.20 Uhr - Iran will die Reichweite seiner Raketen erhöhen. Amerikanische Streitkräfte seien nun bis zu 1000 km von der iranischen Küste entfernt positioniert, sagt Armeesprecher Mohammed Akraminia der Nachrichtenagentur Fars. "Während dieses Krieges kamen wir zu dem Schluss, dass wir die Reichweite unserer Raketen unbedingt erhöhen müssen, und wir haben nun Schritte in diese Richtung unternommen", sagt er.
10.15 Uhr - In der Straße von Hormus ist nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO ein Tanker von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Dabei sei der Maschinenraum des Schiffes beschädigt worden, teilte die Behörde am Sonntag mit. Die Besatzung sei in Sicherheit, Umweltschäden seien nicht berichtet worden. Den Zeitpunkt des Vorfalls nannte die UKMTO nicht.
9.00 Uhr - Iran will die für Öltransporte wichtige Straße von Hormus erst wieder öffnen, wenn sieben Bedingungen aus einem Interimsabkommen mit den USA vom Juni erfüllt sind. Das sagte Parlamentspräsident Mohammad Baker Kalibaf nach Angaben der staatsnahen Nachrichtenagentur Nournews am Sonntag: "Die Amerikaner, die in den Medien etwas anderes behaupten, haben kürzlich über einen Vermittler Vorschläge unterbreitet. Sie müssen aber verstehen, dass die Zeit, in der sie den Prozess in die Länge gezogen und einseitige Forderungen diktiert haben, vorbei ist", wurde Kalibaf zitiert. "Die Straße von Hormus wird erst dann geöffnet, wenn unsere sieben Bedingungen, die auf dem Islamabad-Memorandum basieren, erfüllt sind."