Intesa Sanpaolo erhöht Angebot für Bank MPS - und droht mit Rückzug

Von Reuters News

- Die italienische Großbank Intesa SanpaoloISP.MI hat ihr Übernahmeangebot für den Konkurrenten Monte dei Paschi di Siena (MPS)BMPS.MI aufgestockt und zugleich mit einem Rückzug gedroht. Das Geldhaus erklärte am Samstag, es werde den Aktionären weitere 800 Millionen Euro in bar zahlen, falls diese den Gegenplan der MPS-Führung ablehnen.

MPS-Chef Luigi Lovaglio wirbt bei den Anteilseignern für seine Strategie, mit der er die 34 Milliarden Euro schwere Offerte von Intesa abwehren will. Lovaglios im August vorgestellter Plan sieht vor, dass MPS im Wege eines Aktientauschs seinerseits Übernahmeangebote für den Vermögensverwalter Banca Generali und das Geldinstitut Banco BPM abgibt.

Sollten die Anteilseigner am 29. Oktober einer der beiden MPS-Offerten zustimmen, hätte Intesa laut den Konditionen ihres eigenen Angebots das Recht, dieses fallenzulassen. Intesa erklärte, man das Angebot in diesem Fall zurückziehen.

Mit der Aufstockung bietet Intesa nun eine Bar-Komponente von 1,25 Euro statt wie bisher einem Euro für jede angediente MPS-Aktie. Hinzu kommen unverändert 1,6 neu ausgegebene Intesa-Aktien je MPS-Papier. Die im Juni angekündigte Offerte ist die bislang größte von rund einem Dutzend angestrebten Bankentransaktionen in Italien in den vergangenen Jahren.

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