Hoffnung auf Zinspause beflügelt asiatische Börsen

Von Reuters News

- Die Aussicht auf eine Zinspause in den USA hat die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenstart angetrieben. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index.N225 am Montag um 2,5 Prozent auf 70.037,61 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix.TOPX notierte 1,2 Prozent höher bei 4.138,57 Zählern. Das Handelsvolumen fiel jedoch gering aus, da die Börse Shanghai.SSEC feiertagsbedingt geschlossen blieb. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen.CSI300 wurde ebenfalls nicht gehandelt. Auch in Südkorea und Teilen Australiens ruhte der Handel.

Schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten dämpften die Sorge der Anleger vor einer weiteren aggressiven Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed. "Die Arbeitsmarktbedingungen sind insgesamt stabil, aber die Abwärtskorrekturen vom Freitag signalisieren, dass die US-Wirtschaft in zwei der neun Monate dieses Jahres Arbeitsplätze verloren hat", sagte Jose Torres, leitender Volkswirt bei Interactive Brokers. Das Risiko weiterer Arbeitsplatzverluste bedeute, dass die Fed die Zinsen nicht um weitere 100 Basispunkte anheben könne.

Diese Entwicklung machte die japanischen Indizes zu den klaren Gewinnern des asiatischen Handelstages. Die Anleger preisen nun nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 22 Prozent für eine Zinserhöhung in diesem Monat ein, verglichen mit 64 Prozent in der Vorwoche. Da unternehmensspezifische Nachrichten sowie Gewinner und Verlierer bei Einzelwerten aufgrund der Feiertage in China fehlten, folgten die asiatischen Märkte vor allem den positiven Vorgaben der US-Börsen.


Devisen

Am Devisenmarkt zeigte sich der Dollar aufgrund der gesunkenen Zinserwartungen uneinheitlich. Die US-Währung legte leicht auf 6,7045 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte der Dollar 0,2 Prozent höher bei 0,8299 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,4 Prozent auf 1,1204 Dollar und gab um 0,3 Prozent auf 0,9299 Franken nach.


Ölpreise

Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,6 Prozent auf 101,68 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,0 Prozent schwächer bei 90,18 Dollar. Steigende Rohölexporte aus dem Nahen Osten und die Freigabe von 100 Millionen Barrel aus den Notreserven der G7-Staaten drückten die Preise. Dies glich die Sorgen über Angriffe der Huthi-Rebellen auf Anlagen von Saudi Aramco sowie zunehmende Attacken auf Öltanker in der Straße von Hormus aus.


Wall Street

Die US-Börsen hatten den asiatischen Märkten am Freitag eine positive Richtung vorgegeben. Der US-Standardwerteindex Dow Jones.DJI hatte sich mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 51.176,96 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500.SPX gewann 0,7 Prozent auf 7.722,72 Zähler, und der technologielastige Nasdaq.IXIC zog um 1,2 Prozent auf 27.190,86 Stellen an.

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