Flaute bei Gucci bremst Luxusgüterkonzern Kering

Von Reuters News

- Die Flaute bei der italienischen Edelmarke Gucci setzt dem französischen Mutterkonzern KeringPRTP.PA weiter zu. Der Umsatz von Gucci sei im dritten Quartal um sechs Prozent auf 1,29 Milliarden Euro gesunken, teilte Kering am Donnerstag mit. Dies entsprach den Markterwartungen. Als Grund nannte das Unternehmen die niedrige Kundenzahl in den chinesischen Geschäften. Der währungsbereinigte Umsatz des Gesamtkonzerns ging um ein Prozent zurück.

Gucci steuert rund die Hälfte zum Konzerngewinn bei, verzeichnet jedoch seit mehr als drei Jahren sinkende Umsätze. Während die Erlöse im eigenen Filialnetz um neun Prozent schrumpften, legten das Großhandels- und Lizenzgeschäft zu. Finanzchefin Armelle Poulou wollte sich auf Nachfrage von Journalisten nicht dazu äußern, ob Kering im laufenden Jahr die angepeilte Wende zum Wachstum schaffen werde. Sie verwies auf die Veröffentlichung der Jahresergebnisse. "Wir setzen unseren Plan weiterhin mit äußerster Disziplin um", sagte sie. Der Konzern habe sein Einzelhandelsnetz bislang um 105 Geschäfte verkleinert und peile bis zum Jahresende die Schließung von 125 Filialen an.

Die Bedenken der Anleger bezüglich der Sanierung von Kering wurden zuletzt durch die Entwicklung in der gesamten Branche verstärkt. Auch die Konkurrenten LVMHLVMH.PA und HermesHRMS.PA hatten schwächer als erwartet ausgefallene Quartalsumsätze gemeldet. Zudem gibt es Anzeichen für eine Abkühlung der Nachfrage in den USA.

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