Erster gemeinsamer Evakuierungskonvoi erreicht Krim
30. Okt (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
16.12 Uhr - Ein humanitärer Konvoi mit Evakuierten aus der russisch kontrollierten Stadt Oleschky in der Ukraine hat die von Russland annektierte Halbinsel Krim erreicht. Der Konvoi aus Bussen habe die Region Cherson in Richtung Krim überquert, sagten Augenzeugen am Freitag. Die Evakuierung war Teil einer gemeinsamen Hilfsaktion und die erste ihrer Art seit Kriegsbeginn vor vier Jahren und acht Monaten.
13.47 Uhr - Russland hat der Ukraine eine Wiederaufnahme der Angriffe auf Ölraffinerien vorgeworfen. Bei einem Angriff in der Nacht zu Freitag seien Anlagen in der südlichen Wolga-Region Samara getroffen worden, erklärte Vize-Regierungschef Alexander Nowak. Darunter seien drei Ölraffinerien und ein gasverarbeitendes Werk. Eine der Anlagen sei leicht beschädigt worden. Das Präsidialamt in Moskau erklärte dazu, die Ukraine ignoriere eine Aufforderung von US-Präsident Donald Trump, die Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen.
11.35 Uhr - Kreml-Berater Jurij Uschakow zufolge werden europäische Vertreter nicht direkt an den angepeilten Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi teilnehmen. Die europäischen Diplomaten könnten zwar vor Ort sein, würden jedoch lediglich Gespräche mit Vertretern der Ukraine und der USA führen, sagte Uschakow. Bereits am Mittwoch hatte er erklärt, dass europäische Abgesandte bei der nächsten Runde der Gespräche zur Beilegung des Ukraine-Kriegs nicht am Verhandlungstisch sitzen würden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft eigenen Angaben zufolge auf ein trilaterales Treffen von Unterhändlern in Abu Dhabi zwischen dem 6. und 10. November.
10.40 Uhr - In der von Russland besetzten südukrainischen Frontstadt Oleschky haben Evakuierungen und die Versorgung der Bevölkerung mit Hilfslieferungen begonnen. Dies teilte der Fraktionschef der Partei des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, David Arachamija, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die von den USA vermittelte sechstägige lokale Waffenruhe halte, fügte er hinzu. Über weitere Einzelheiten solle bald informiert werden.
08.47 Uhr - Für die Evakuierung von Zivilisten aus der von Russland besetzten südukrainischen Frontstadt Oleschky stehen 25 Busse mit 750 Sitzplätzen bereit. Dies teilte der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez mit. Die verbliebenen Einwohner könnten die Stadt sicher verlassen. Zudem unterstrich Lubinez die Bedeutung der von den USA vermittelten sechstägigen Feuerpause, die aufrechterhalten werden müsse.
06.17 Uhr - Russland hat nach eigenen Angaben militärische Einrichtungen in der Ukraine angegriffen. Dabei sei auch Energieinfrastruktur in und um Kiew sowie in der Region Dnipropetrowsk getroffen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem seien Hafenanlagen in der Region Odessa sowie Frachtschiffe beschossen worden. Letztere seien vom ukrainischen Militär genutzt worden, so das Ministerium.
03.12 Uhr - Russland und die Ukraine erklären die Entminung von Routen um die von Russland gehaltene Stadt Oleschky in der Südukraine für abgeschlossen. Eine Operation zur Versorgung der notleidenden Bevölkerung und zur Evakuierung von Zivilisten könne nun beginnen, teilen beide Seiten mit. "Die Entminung der Routen für die humanitäre Mission in Oleschky wurde abgeschlossen", heißt es in den nahezu wortgleichen Mitteilungen der russischen Menschenrechtsbeauftragten Jana Lantratowa und ihres ukrainischen Amtskollegen Dmytro Lubinez. "Der humanitäre Konvoi ist zur Abfahrt bereit." Der Konvoi soll das örtliche Krankenhaus ansteuern und Hilfsgüter verteilen. Zudem soll es Bewohnern ermöglicht werden, die Stadt zu verlassen. Beide Seiten würdigen US-First Lady Melania Trump, die die lokale Waffenruhe vermittelt hatte.
01.04 Uhr - Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien auf Druck von US-Präsident Donald Trump ausgesetzt. Dies berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die inoffizielle Unterbrechung habe Anfang vergangener Woche begonnen und werde voraussichtlich bis nach den US-Zwischenwahlen am 3. November und möglicherweise noch bis später im November andauern.