Chip-Zulieferer Siltronic hebt Umsatzprognose an

Von Reuters News

- Der KI-Boom und ein stärkerer Dollar machen den Münchner Wafer-Hersteller SiltronicWAFGn.DE zuversichtlicher. Der Umsatz werde in diesem Jahr auf dem Vorjahresniveau liegen, teilte das Unternehmen, das Siliziumscheiben (Wafer) zur Produktion von Computerchips herstellt, am Mittwoch mit. Zuletzt war Siltronic noch von einem Umsatzminus von bis zu fünf Prozent ausgegangen. Die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) soll mit 22 bis 24 Prozent in der oberen Hälfte der bisherigen Spanne liegen. In den ersten neun Monaten waren es 21,9 (Vorjahr: 23,6) Prozent. Die höhere Erwartung liegt unter anderem daran, dass Siltronic nun für das vierte Quartal von einem Euro-Kurs von 1,14 Dollar ausgeht, bisher fußte die Jahresprognose auf einem Wechselkurs von 1,18 Dollar. Im dritten Quartal waren es 1,15 Dollar.

"Die starke Nachfrage nach 300-Millimeter- und zunehmend auch nach 200-Millimeter-Wafern führte im Quartalsvergleich zu einem deutlichen Wachstum der abgesetzten Waferfläche", sagte Vorstandschef Michael Heckmeier. Der Halbleitermarkt wächst, weil die Künstliche Intelligenz (KI) viel Rechenleistung und bessere Chips verlangt. "Zusammen mit der vorteilhaften Wechselkursentwicklung ermöglicht uns dies, die Umsatzprognose für das Gesamtjahr anzuheben." Wafer und Chips werden weltweit in Dollar gehandelt. Siltronic hat seine Kapazitäten für pizzagroße (300 Millimeter) Siliziumscheiben in Singapur ausgebaut.

Die Investitionen dafür führen unter dem Strich noch zu roten Zahlen. Im dritten Quartal stand ein Verlust von 55,0 (minus 43,9) Millionen Euro zu Buche. Das operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich aber auf 81,3 (65,7) Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um mehr als 18 Prozent auf 355,4 Millionen Euro, gegenüber dem zweiten Quartal waren es 10,5 Prozent mehr. Nach neun Monaten lag der Umsatz mit 983,5 (975,1) Millionen Euro leicht über Vorjahr.

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