Bericht über Fortschritte bei Fusion treibt Warner und Paramount an

Von Reuters News

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:


14.45 Uhr - Ein Medienbericht über Fortschritte bei der geplanten Fusion zwischen Warner Bros DiscoveryWBD.O und Paramount SkydancePSKY.O treibt die Aktien an. Die Papiere steigen vorbörslich um knapp sechs und 7,5 Prozent. Paramount und die kalifornische Generalstaatsanwaltschaft stünden vor einer Einigung, die eine der letzten Hürden für den Zusammenschluss aus dem Weg räumen könnte, berichtete das "Wall Street Journal". Die beiden Seiten hätten verschiedene Zugeständnisse erörtert. Dazu gehörten eine Investition von 1,5 Milliarden Dollar in die Filmproduktion in Kalifornien und die Zusage, keines der beiden Studiogelände zu verkaufen. Zudem seien der Verkauf einiger Kabelkanäle und die Einsetzung eines Gremiums im Gespräch, um die redaktionelle Unabhängigkeit des Nachrichtensenders CNN zu sichern.


14.20 Uhr - Die Aussicht auf eine erweiterte US-Militärpräsenz in Grönland gibt den Aktien von US-Unternehmen mit Bezug zu der Insel Auftrieb. Die Papiere des Öl-Explorationsunternehmens Greenland EnergyGLND.O, des Mineralienentwicklers Greenland MinesGRML.O und des Seltene-Erden-Förderers Critical MetalsCRML.O schießen im vorbörslichen US-Handel um rund 25 bis 160 Prozent nach oben. Die USA, Dänemark und Grönland hatten am Freitag eine Vereinbarung bekanntgegeben, die es den USA erlaubt, ihre militärische Präsenz in dem autonomen dänischen Gebiet auszubauen. US-Präsident Donald Trump schrieb auf der Plattform Truth Social, das Abkommen werde Gegner der USA daran hindern, eigene Stützpunkte auf der Insel zu errichten. Das Abkommen, das am Dienstag unterzeichnet werden soll, bleibt jedoch hinter Trumps früherem Ziel zurück, Grönland für die USA zu kaufen. Die bisherige US-Präsenz auf der Insel basiert auf einem Verteidigungsabkommen aus dem Jahr 1951.


11.50 Uhr - Die Hoffnung auf eine diplomatische Entspannung im Iran-Krieg und eine teilweise Erholung der saudiarabischen Exporte haben den Ölpreis am Montag auf den tiefsten Stand seit elf Tagen gedrückt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI verbilligen sich um jeweils rund zwei Prozent auf 101,75 und 98,34 Dollar je Fass (159 Liter). Händler verwiesen auf die Generalversammlung der Vereinten Nationen ab Dienstag. US-Präsident Donald Trump hatte sich offen für ein Treffen mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian gezeigt. "Es scheint, dass ein Teil der Risikoprämie aus den Ölpreisen genommen wird, weil die Hoffnung auf einen diplomatischen Weg zur Deeskalation des US-Iran-Konflikts wächst", sagte Tim Waterer, Chefanalyst beim Broker KCM. Zudem hätten sich die Ölexporte aus Saudi-Arabien trotz der Angriffe der Huthi-Miliz auf eine wichtige Pipeline im Zuge des Nahostkonflikts überraschend stark entwickelt, schrieben die Analysten von JPMorgan. Satellitendaten deuteten darauf hin, dass die durch die Straße von Hormus transportierte Ölmenge auf 2,9 Millionen Fass pro Tag gestiegen sei, nach 700.000 Fass im August.


10.20 Uhr - Die Kursverluste bei Immobilienunternehmen nach dem Ergebnis der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin halten sich in Grenzen. Die Titel von Unternehmen wie VonoviaVNAn.DE, Deutsche WohnenDWNG.DE und TAG ImmobilienTEGG.DE verlieren zwischen rund einem halben und einem Prozent. Die Linke hat die Wahl in der Hauptstadt Hochrechnungen zufolge deutlich gewonnen. Linken-Spitzenkandidatin und Wahlsiegerin Elif Eralp will hart gegen Spekulationen auf dem Wohnungsmarkt durchgreifen. Dies kommt laut einem Händler jedoch nicht überraschend, und die Sorgen über negative Entwicklungen vor allem für Deutsche Wohnen und Vonovia dürften teilweise eingepreist sein. Die politische Unsicherheit in Berlin trifft den Sektor zudem in einer ohnehin angespannten Lage. Die Stimmung in der Branche hat sich zuletzt wegen gestiegener Zinsen eingetrübt. So hatte beispielsweise die US-Bank Goldman Sachs bereits Anfang des Monats die Aktie von Vonovia herabgestuft und auf die Belastung durch das höhere Zinsniveau verwiesen.


10.05 Uhr - Ein neuer Strategieplan treibt die Aktien der französischen Großbank Societe GeneraleSOGN.PA nach oben. Die Titel legen an der Börse in Paris um mehr als drei Prozent zu und sind damit die größten Gewinner im Leitindex CAC 40.FCHI. Bis 2029 strebt Societe Generale eine Eigenkapitalrendite von 13 bis 14 Prozent an. Die Kosten-Ertrags-Relation soll bis dahin auf unter 55 Prozent sinken. Die Pläne sind die nächste Phase des Sanierungskurses von Vorstandschef Slawomir Krupa, der 2023 angetreten war, um die seit Jahren schwache Rendite und hohe Kostenbasis des Instituts zu verbessern. Einsparungen sollen unter anderem durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) sowie einen Personalabbau durch die natürliche Fluktuation erzielt werden. "Das Schöne an dem Plan ist, dass das Management die künftige Kostenentwicklung klar absehen kann und eine Reihe sehr spezifischer Maßnahmen zur Kostensenkung dargelegt hat", schreiben die Experten der US-Investmentbank Jefferies.

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