Aussagen von OpenAI-Chef treiben Chipentwickler Cerebras
Frankfurt, 05. Okt (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
14.00 Uhr - Äußerungen von OpenAI-Chef Sam Altman geben den Aktien des US-Chipentwicklers Cerebras SystemsCBRS.O Auftrieb. Die Papiere legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um 4,5 Prozent zu. Altman bezeichnete Cerebras als "engen Partner". Die Unternehmen seien "stark engagiert, die Leistungsgrenzen zu verschieben". Die Äußerungen folgten auf Spekulationen, wonach Chips von Cerebras für das OpenAI-Modell GPT6.1 Sol Ultrafast verwendet wurden. Die Aktie von Cerebras notierte zum Handelsschluss am Freitag mehr als zehn Prozent unter ihrem Ausgabepreis von 185 Dollar beim Börsengang im Mai.
11.55 Uhr - Ein milliardenschwerer Aktienrückkauf ermuntert Anleger zum Einstieg beim Industriegasekonzern Air LiquideAIRP.PA. Die Titel des französischen Rivalen des Branchenführers LindeLIN.DE klettern in Paris um bis zu vier Prozent und gehören damit zu den größten Gewinnern im Leitindex Cac 40.FCHI. Air Liquide kündigte ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von vier Milliarden Euro an. Es ist das erste große Programm dieser Art und soll bis Ende 2028 abgeschlossen werden. Zudem solle die operative Marge bis 2030 um 400 bis 600 Basispunkte steigen. Mit der neuen Strategie kommt der Konzern auch Forderungen des aktivistischen Investors Elliott Investment Management entgegen. Dieser hat Medienberichten zufolge eine Beteiligung in nicht genannter Höhe an Air Liquide aufgebaut und auf eine höhere Effizienz und Kapitalrendite gedrängt. Air Liquide versucht seit Längerem, den Profitabilitätsrückstand zu Linde zu schließen.
10.35 Uhr - Der saudiarabische Ölkonzern Saudi Aramco2222.SE hat vor einer zunehmenden Knappheit bei Rohöl und raffinierten Kraftstoffen gewarnt. Die Wiederauffüllung der als Notmaßnahme angezapften weltweiten Lagerbestände könne zwei Jahre dauern, sagt Konzernchef Amin Nasser auf der Konferenz von Energy Intelligence in London. Solange die Straße von Hormus nicht vollständig wieder geöffnet sei und das Marktvertrauen nicht zurückkehre, werde sich der Druck auf den Markt für Rohöl und Raffinerie-Produkte verstärken. Seit Beginn des Konflikts sei das Ölangebot um fast drei Milliarden Barrel geschrumpft, sagt Nasser. Zugleich sei eine Milliarde Barrel Öl aus den Lagern freigegeben worden. Den Druck erhöhe zudem, dass der größte Teil des bisherigen Lagerabbaus aus kommerziellen Beständen stamme. Die verbleibenden rund sechs Milliarden Barrel in den Lagern seien "faktisch nicht verfügbar". "Das System ist bereits angespannt."