ArcelorMittal übertrifft Gewinnerwartungen - Europa-Geschäft zieht an

Von Reuters News

- Dank einer anziehenden Stahlnachfrage in Europa hat der Branchenriese ArcelorMittal im dritten Quartal ein kräftiges operatives Gewinnplus eingefahren. Das operative Ergebnis (Ebitda) kletterte im Jahresvergleich um 34 Prozent auf 2,02 Milliarden Dollar, wie der weltweit zweitgrößte Stahlhersteller am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 1,96 Milliarden Dollar gerechnet. Vor allem auf dem europäischen Markt verzeichnete der Konzern entgegen dem üblichen saisonalen Trend einen Anstieg der Auslieferungen von Flachstahl. Dies sei auf die ersten positiven Auswirkungen der verschärften EU-Handelsmaßnahmen zurückzuführen. Der Umsatz stieg um gut fünf Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar.

Gegenwind gab es im abgelaufenen Vierteljahr jedoch von höheren Energiekosten in Europa sowie wetterbedingten Einschränkungen und niedrigeren Preisen im Bergbaugeschäft. Unter dem Strich verbuchte ArcelorMittal im dritten Quartal einen Nettoverlust von 391 Millionen Dollar. Grund dafür waren Abschreibungen und Sonderbelastungen von insgesamt rund 1,1 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit der vorübergehenden Schließung des Werks im ukrainischen Krywyj Rih. Der Konzern hatte die Produktion dort Ende September nach mehreren Raketenangriffen aus Sicherheitsgründen ausgesetzt. Bereinigt um diese Effekte stieg der Nettogewinn auf 868 Millionen Dollar.

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